1. August 2017

[R] Die Dunkelmagierin

Die Dunkelmagierin
(Rezension geschrieben von Andrea)






Preis: 14,99 € [D], 11,99 € [eBook]
Einband: Paperback
Seitenanzahl: 576 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren.
Meine Wertung: 4 verrückte Gesichter.
Reihe: Der erste Band einer Reihe.
Autor: Arthur Philipp
Verlag: Blanvalet
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Inhalt:

Die junge Feja ist auf der Suche nach ihrem Vater. Sie hat einen langen und mühseligen Weg hinter sich. Als sie auf ein paar hilfsbereite Weren trifft, erkennen diese ihr großes Potential. Feja soll ein großes Talent für die Magie besitzen. Ein Magier des grauen Ordens nimmt das Mädchen mit zur Graufeste, wo sie ausgebildet wird. Während Feja ihren Draht zu der Magie findet, bereiten sich andere Miglieder des Ordens auf einen Kampf vor. Einst war der Orden gefürchtet und einige Mitglieder wollen zu dieser alten Zeit zurückkehren. So werden viele Intrigen gesponnen. Feja muss sich entscheiden. Wird sie ihren Orden unterstützen oder wird sie ihn zerstören? Oder gibt es vielleicht sogar eine dritte Möglichkeit?


Rezension:

Das Cover von "Die Dunkelmagierin" ist sehr passend gewählt. Viele der abgebildeten Motive lassen sich auch in der Geschichte wiederfinden. So hat das Cover einen sehr schönen Bezug zum Inhalt des Buches, was mir sehr gut gefällt! Es ist vielleicht nicht das spannendste Cover, aber es hat doch etwas magisches an sich, was mir sehr zusagt.

Der Schreibstil des Autors lässt sich super flüssig lesen. Manchmal hatte ich aber das Gefühl, das ein etwas emotionaler Schreibstil einigen Situationen mehr Tiefe verliehen hätte. So waren dramatische Ereignisse doch viel zu schnell vorbei oder wurden in wenigen Sätzen abgehandelt.
Die Geschichte braucht leider etwas um in Gang zu kommen. Zu Beginn lernen wir nämlich erstmal Feja kennen und diese hat so gar keine Ahnung wie die Magie funktioniert oder was in ihrem Land gerade so passiert. Warum sie keine Ahnung von der Geschichte ihres Landes hat, fand ich schön erklärt und führte dazu das man als Leser mit Feja die Insel Edun kennenlernen konnte. 
Tatsächlich hat mich diese Art der Erklärungen an Harry Potter erinnert. Harry Potter hatte ja zu Beginn auch keine Ahnung von der magischen Welt und musste alles neu lernen. Genauso ergeht es Feja. Der größte Unterschied zwischen HP und diesem Buch liegt aber darin, das "Die Dunkelmagierin" eher in die High Fantasy Richtung geht. Bedeutet Feja kann weder lesen noch schreiben und die Art wie die Charaktere umgehen ist eher mittelalterlich. Auch liegt der Fokus der Geschichte eher auf den Intrigen, als auf dem magischen Unterricht, den Feja erhält. Trotzdem fühlte ich mich hin und wieder an Harry Potter erinnert, was wohl an der Atmosphäre des Buches lag.
Auch wenn ich logisch finde, das man zu Beginn des Buches erstmal die Charaktere vorstellt und die Fantasywelt erklären muss, dauerte es mir dann doch ein bisschen zu lange bis die wirkliche Spannung zu tragen kommt. Zwar wurden auch schon zu Beginn Intrigen gesponnen, aber diese entfalten sich halt erst so richtig in der zweiten Hälfte des Buches. Die erste Hälfte wurde dadurch zwar nicht langweilig, aber ein Schuss mehr Action hätte das Buch vertragen können.

Die Charaktere waren allesamt unterschiedlich und schön geschrieben. Zwar hat es auch hier etwas länger gedauert bis ich mit den meisten warm wurde, aber am Ende des Buches war ich traurig diese Charaktere in nächster Zeit erstmal nicht weiter begleiten zu können. So haben die meisten Charaktere auch eine Entwicklung durchgemacht, was ich sehr begrüßt habe! Auch verschwommen die Linien zwischen Gut und Böse hin und wieder. Oft hat man sich gefragt wer denn nun der wirkliche Bösewicht der Story ist.
Aber um nochmal genauer auf ein paar meiner Lieblinge einzugehen:
Feja wollte mir zu Beginn irgendwie gar nicht gefallen. Sie war jung (so um die 13 oder 14) und hat sehr naiv gehandelt. Durch ihre Neugierde hat sie sich andauernd in pikäre Situationen gebracht. Mit der Zeit wird Feja aber erfahrener. Ihr starker Gerechtigkeitssinn war nachvollziehbar und ihre Neugierde wurde sehr interessant für die Story. Zwar gab es immer wieder Situationen in denen ich mich gefragt habe WARUM sie so handelt wie sie es tut, aber letztendlich war ich mit dem Ergebnis immer zufrieden. Ihre lustige/kindliche Seite war sehr symphatisch und mit ihrer munteren Art konnte ich sie dann doch in mein Herz schließen.
Bruder Span war für mich so ein heimlicher Crush. Er ist geheimnisvoll und stark, aber gleichzeitig auch sehr loyal und gut. Ich mochte seine Interaktionen mit Feja sehr gerne. 
Nerius ist ein schlauer Junge. Ihn mochte ich auf Anhieb, denn er hat immer sehr logisch und nachvollziehbar gehandelt. Sein Wissensdurst war immer sehr erfrischend.


Abschließende Meinung:
Die Dunkelmagierin ist ein schöner Auftakt, der eine interessante Fantasywelt bietet. Leider brauchte die Story doch einiges an Zeit um so richtig spannend zu werden und auch die Charaktere brauchten einiges an Zeit um sich in mein Herz zu schleichen. Die Intrigen hingegen fand ich immer sehr spannend und logisch. Auch die unerwartete Liebesgeschichte hat mich mit einem sehr positiven Gefühl zurück gelassen. Tatsächlich freue ich mich nun sehr auf den zweiten Teil, der 2018 erscheinen soll! Von mir gibt es also 4 von 5 verrückte Gesichter




Andrea

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